25.05.2020

„Weichen für Biomasse in der Kraft-Wärme-Kopplung stellen“

Der Wirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestags berät heute in öffentlicher Anhörung über den Entwurf des Kohleausstiegsgesetzes, mit dem auch die Rahmenbedingungen im Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) reformiert werden sollen. Sandra Rostek, Leiterin des Hauptstadtbüros Bioenergie, bekräftigt den Appell der Bioenergieverbände nach einer Öffnung des geplanten Erneuerbare-Wärme-Bonus für Biomasse und andere erneuerbare Brennstoffe:

„Der Kohleausstieg ist der richtige Anlass, um die Weichen auch im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung endlich auf erneuerbare Energien zu stellen. Gerade die Biomasse bietet dabei viele Vorteile, insbesondere durch ihre Speicherfähigkeit und damit verbundene Verfügbarkeit etwa in den Wintermonaten, wenn andere erneuerbare Energieoptionen nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Der Einsatz der Biomasse im KWKG ist also hoch effizient und kostengünstig und sollte über den neu einzuführenden Erneuerbare-Wärme-Bonus im KWKG mobilisiert werden. Nicht zuletzt steigert dies auch die Effizienz des neuen Fördersystems insgesamt, da Wärmenetzbetreiber aus einer größeren Palette an Technologien wählen und so den wirtschaftlichsten Mix erhalten können. Wir appellieren daher an den Wirtschaftsausschuss des Bundestags, im Sinne einer technologieoffenen Förderpolitik auch erneuerbare Brennstoffe für den Erneuerbare-Wärme-Bonus vorzusehen.“

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