Wirtschaft

Neben der land- und forstwirtschaftlich bereitgestellten Biomasse stehen Reststoffe und Abfälle biogenen Ursprungs für die energetische Nutzung zur Verfügung. Hierzu zählen, neben dem Alt- und Gebrauchtholz, Bioabfälle (z.B. die Biotonne), Gülle/Festmist und Getreidestroh. Der Erschließung dieses in großen Teilen noch unerschlossenen Potenzials wird in Zukunft im Vordergrund stehen. Die energetische Nutzung von biogenen Rest- und Abfallstoffen trägt dazu bei, mögliche Nutzungskonflikte zwischen der energetischen und der stofflichen Nutzung von Biomasse zu vermeiden oder zu vermindern. Bei neuen Anlagen im Strombereich sollen zukünftig vor allem Abfall- und Reststoffe zum Einsatz kommen.

Der gesamte Bioenergie-Branchenumsatz in 2016 lag bei 12,05 Mrd. € (Gesamt–EE: 29,6 Mrd. €). Die Investitionen in Bioenergie-Anlagen in 2016 lagen bei ca. 1,64 Mrd. € (davon 0,26 Mrd. € Biomasse-Strom / 1,38 Mrd. € Biomasse-Wärme) (Gesamt-EE: 14,2 Mrd. €). Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Investitionen in den Neubau, zu einem geringen Teil auch um die Erweiterung oder Ertüchtigung von Anlagen. Neben den Investitionen der Energieversorgungsunternehmen sind auch die Investitionen aus Industrie, Gewerbe, Handel und privaten Haushalten enthalten.

Die wirtschaftliche Impulse aus dem Betrieb von Bioenergieanlagen lagen in 2016 bei 10,41 Mrd. € (Biomasse-Strom 4,68 Mrd. € / Biomasse-Wärme 3,1 Mrd. € / Biokraftstoffe 2,63 Mrd. €).

Die wirtschaftlichen Impulse aus dem Betrieb der
Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien (inkl.
Biokraftstoffe) stiegen im Vergleich zu 2015 von 14,7
auf 15,4 Mrd. Euro. Sie übertrafen damit die Investitionen
deutlicher als im Vorjahr. Dies war vor allem Folge
der steigenden Aufwendungen für Wartung und Betrieb
des wachsenden Anlagenparks. Auch nahmen die Umsätze
beim Absatz von Biokraftstoffen im Vergleich zum
Vorjahr wieder etwas zu

Erneuerbare Energien sind in den letzten Jahren zu einem wichtigen Jobfaktor geworden. Etwa 338.000 Menschen sind durch die Produktion, Installation und Betrieb von Erneuerbare-Energien schon in Lohn und Brot (Stand 2016). Insbesondere strukturschwächere Regionen kam der Ausbau Erneuerbarer Energien zugute, hier konnte eine große Anzahl neuer Arbeitsplätze geschaffen werden. Der Ausbau Erneuerbarer Energien wirkt dabei auch in Regionen, die nicht viele Erneuerbare-Energie-Anlagen aufstellen können oder wollen als Jobmotor. Durch den erheblichen Zulieferbedarf werden durch die Energiewende auch in klassischen Branchen viele Arbeitsplätze geschaffen.

Für die Bioenergie ergeben sich folgende Beschäftigunszahlen in 2016:

  • Bruttobeschäftigung Bioenergie: 105.600 Beschäftigte
  • davon feste Biomasse: 40.600 Beschäftigte (davon 25.900 Beschäftigte Biomasse Kleinanlagen und 14.700 Beschäftigte Biomasse Heiz-/Kraftwerke)
  • davon Biogas: 41.100 Beschäftigte
  • davon Biokraftstoffe: 23.900 Beschäftigte

Weitere Informationen hierzu finden Sie hier.

Quelle: AG Statistik Erneuerbare Energien des Umweltbundesamtes

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