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Berlin, 15.05.2013: „Das Marktanreizprogramm ist eine wichtige und richtige
Initiative der Verbände“ sagt Lutz Ribbe, Netzwerkmanager des ZIM-NEMO
Netzwerkprojektes agrarANTRIEB, und begrüßt damit ausdrücklich das Papier von
Deutschem Bauernverband (DBV), Union zur Förderung der Öl- und Proteinpflanzen
(UFOP) und Bundesverband Dezentraler Ölmühlen und Pflanzenöltechnik (BDOel). „Im Tank der Traktoren ist Pflanzenöl als Reinkraftstoff
eine hoch sinnvolle Lösung, weil nur so dauerhaft die Nahrung für die wachsende
Weltbevölkerung krisensicher und unabhängig produziert werden kann“. Da die
geeignete Motorentechnik bereits zur Verfügung steht, sei es höchste Zeit, die
Nachfrage durch ein Marktanreizprogramm
zu befördern. Danach soll die
Anschaffung von 10.000 biokraftstofftauglichen Schleppern über einen Zeitraum
von fünf Jahren gefördert sowie ein vereinfachtes Steuerverfahren für
Biokraftstoffe in der Land- und Forstwirtschaft eingeführt werden. Mit diesen
Maßnahmen planen die Verbände, die größten Hemmnisse für den Einsatz von Pflanzenöl
als Kraftstoff zu überwinden. „Längerfristig müssen die steuerlichen
Rahmenbedingungen aber so gestaltet werden, dass Pflanzenöl auch nach einem
Marktanreizprogramm wettbewerbsfähig bleibt“, fordert Lutz Ribbe.
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Berlin, 15.05.2013: Im Rahmen seines Parlamentarischen Abends am
15.05.2013 in der Botschaft von Ungarn in Berlin verdeutlichte der Bundesverband
BioEnergie, dass nicht nur der Bundestag im September zur Wahl stehe, sondern
auch die Art der zukünftigen Energieversorgung. Die Bioenergie sei dabei eine
sehr gute Wahl. Bereits in 2012 hatte die Bioenergie einen Marktanteil in Höhe von
8,3 % am bundesdeutschen Endenergieverbrauch, davon 6,9 % Marktanteil am
bundesdeutschen Bruttostromverbrauch, 9,5 % Marktanteil am bundesdeutschen Wärmeverbrauch
und 5,5 % Marktanteil am bundesdeutschen Kraftstoffverbrauch. Als Multitalent für eine nachhaltige und effiziente
Strom-, Wärme- und Kraftstofferzeugung stelle sich die Bioenergiebranche auch
zukünftig der Herausforderung, bis 2030 mit einem Marktanteil von mindestens 15
% eine tragende und unverzichtbare Säule im Energiemix der Zukunft einzunehmen. Für die anstehende Bundestagswahl und die neue
Legislaturperiode erwartet der BBE daher ein klares Bekenntnis der Politik zur
Bioenergie und ein Festhalten an den Ausbauzielen. Hierzu seien in allen
Bioenergie-Marktsegmenten verlässliche und angepasste Rahmenbedingungen
notwendig, die ein nachhaltiges Marktwachstum und vor allem
Investitionssicherheit garantieren.
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Berlin, 14.05.2013: „Die Berechnungen, auf
denen die derzeitige Kritik an Biokraftstoffen basiert, sind nicht
faktengestützt und sollten nicht als Basis für die europäische Gesetzgebung
dienen“, sagte Prof. Dr. Matthias Finkbeiner von der Technischen Universität
Berlin. Er hat als erster Ökobilanzexperte die von der EU-Kommission gegen
Biokraftstoffe ins Feld geführten sogenannten indirekten Landnutzungsänderungen
(iLUC) wissenschaftlich untersucht.
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Berlin, 07.05.2013: Das
Europäische Parlament entscheidet in diesen Wochen über das Schicksal von
konventionellen Biokraftstoffen. Die Novelle der Erneuerbare-Energien-Richtlinie
würde damit auch den europäischen Rapsanbau massiv einschränken. Denn Raps soll
für Regenwaldrodungen in Mithaftung genommen werden. Dies würde tiefgreifende
Einschnitte für die Landwirtschaft bedeuten, weil Raps als wichtiges Tierfutter
verwendet wird. Grundlage der geplanten Gesetzesänderung sind Hypothesen zu
sogenannten indirekten Landnutzungsänderungen (iLUC), nach der die Ökobilanz
von Biodiesel aus Raps sich deutlich verschlechtert. Bisher haben auf Ökobilanzen
spezialisierte Wissenschaftler sich kaum mit iLUC durch Biokraftstoffe
beschäftigt.
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Berlin, 23.04.2013:
Am 13. Februar 2013 hatten die Bundesminister Rösler
und Altmaier ein Papier mit Vorschlägen zur so genannten „Strompreisbremse“
vorgelegt. Dieses sah u.a. Vergütungskürzungen bei EEG-Bestandsanlagen und
Neuanlagen vor, die in der Erneuerbare Energien-Branche über zwei Monate lang
für große Verunsicherung sorgten. Aufgrund dieser Unsicherheit wurden in der
Folge nahezu alle anstehenden Investitionen in Erneuerbare Energien- und
Biogas-Projekte aufgeschoben oder vollständig aufgegeben. „Die vergangen acht
Wochen waren vergeudete Zeit, die dringend für die Lösung der tatsächlichen
Herausforderungen im Zusammenhang mit dem EEG-Wälzungsmechanismus und der
Energiewende benötigt worden wären. Stattdessen wurden wochenlang Vorschläge
diskutiert, die allein den Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht jedoch den
Strompreisanstieg gebremst hätten“, kommentiert Horst Seide, Präsident des
Fachverbandes Biogas, den Prozess.
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